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Verteidigung der Menschenwürde

Verteidigung der Menschenwürde Fiechtner/Drößler/Bercher/Schlichenmaier (Hg.): Verteidigung der Menschenwürde. Die Arbeit des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm, Edition Kettenbruch, Ulm/Stuttgart/Aachen, September 2015, 264 Seiten, 2., korrigierte und erweiterte Auflage, 18,80 Euro (print) bei epubli, ISBN 978-3-7375-6807-4; E-Book-Ausgabe folgt

Im September ist Band 5 der Edition K erschienen, am 12. November die 2. Auflage: „Verteidigung der Menschenwürde“ mit zahlreichen Beiträgen namhafter Autoren, Wissenschaftler, Therapeuten und Menschenrechtsaktivisten über die Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen.

Etwa 25 bis 30 Prozent der Flüchtlinge in Europa sind ehemalige Folteropfer oder wurden durch andere Formen der Gewalt, etwa als zivile Opfer von Kriegen, schwer traumatisiert.  Die Anzahl der Flüchtlinge, die heute aus Diktaturen und Kriegsgebieten nach Deutschland kommen, steigt immer weiter an. Hinzu kommen Menschen, die als politische Häftlinge in den Gefängnissen der DDR misshandelt worden sind.

Auf Initiative von Amnesty International wurde 1995 das Ulmer Behandlungszentrum für Folteropfer (BFU) gegründet, das sich seither bundesweit ein hohes Ansehen erworben hat. Es ist eines von 25 Behandlungszentren in Deutschland, die auf Betreiben von Bürgerinitiativen und Menschenrechtsorganisationen gegründet werden mussten, weil das deutsche Gesundheitssystem  auf die Opfer staatlicher Gewalt unzureichend vorbereitet ist.

Zum 20-jährigen Bestehen des BFU berichten wir in diesem Buch über die Hilfe für Folteropfer.

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Mit Möwenzungen in der Mehrzweckhalle

Möwenzungen_Cover_1-Seite001Urs M. Fiechtner, Sergio Vesely: Mit Möwenzungen in der Mehrzweckhalle. Kurzgeschichten, mit einem Beitrag von Dr. Cornelia Gräbner, Edition Kettenbruch, Ulm/Stuttgart/Aachen, 244 S., 16,80 Euro, ISBN 978-7375-4350-7, ISBN 978-7375-4349-1 (E-Book: 7,99 Euro)

Zwei Künstler, zwei Kontinente und über 40 Jahre gemeinsame Kultur- und Menschenrechtsarbeit –  zum ersten Mal erzählen Fiechtner und Vesely hier mal amüsante, mal haarsträubende Geschichten aus ihrem Werdegang und dem (politischen) Kulturleben.  Warum Verleger Kraken sind. Wieso Vesely sein erstes Konzert in einem Sarg gab. Oder Fiechtner seinen ersten Auftritt als Kindersoldat hatte. Wie man von der Schule fliegen und den Verfassungsschutz aufmerksam machen kann,wenn  man für Menschenrechte eintritt. Wieso Mirko, Marko und Murko die Deutschstunde scheiße finden, aber nur, bis der Autor ihnen das Kamasutra erklärt.  Was ein „Anmeldeado“ ist und warum er einen Schock in Darmstadt bekommt. Warum man in Südamerika findet, dass Deutsche Kultur aus Volkswagen plus Wurst besteht. Und in Sachsen auch. Warum der Autor seinen Hund aus dem sibirischen Husky in den deutschen Schäferhund übersetzen muß. Warum der Sänger keine malende Leiche ist. Und vieles mehr… Insgesamt ein erfrischender und zugleich hintergründiger Blick auf das deutsche Kulturleben.

Ergänzt wird der vorliegende Band durch einen Beitrag von Dr. Cornelia Gräbner (Universität Lancaster) über die von Fiechtner und Vesely geschaffene Kunstform der Konzertlesung.

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Puchuncaví

Puchuncavi_Front-Cover_7Urs M. Fiechtner, Sergio Vesely: Puchuncaví oder wo alle Feste enden, epubli GmbH, Berlin 2015, 172 S., 14,80 Euro, ISBN 978-3-7375-4356-9 (print), ISBN 978-3-7375-4354-5 (E-Book: 4,99 Euro)

Puchuncavi ist mehr als einfach nur eine Sammlung dreier Theaterstücke. Es ist ein lebendiges Stück Zeitgeschichte, das nun erstmals seit vielen Jahren wieder verfügbar ist.

Der Lyriker und Komponist Sergio Vesely brachte die Manuskripte zu den ersten beiden Theaterstücken in diesem Band 1976 mit in die Bundesrepublik. Sie waren während seiner 22-monatigen Haft in Zusammenarbeit mit anderen Mitgliedern des Theaterkollektivs des chilenischen Konzentrationslagers Puchuncavi entstanden. Das dritte Stück entstand im deutschen Exil.

In Zusammenarbeit mit Autoren der autorengruppe79 entstand Ende der 1970er-Jahre dann dieses Buch daraus, das Dokument, Essay, Lesebuch, Libretto und Romanfragment in einem ist und nun in einer Neuauflage dem historisch und künstlerisch interessierten Leser wieder zugänglich ist.

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Notizen vor Tagesanbruch

Notizen_FrontcoverUrs M. Fiechtner, Sergio Vesely: Notizen vor Tagesanbruch. Politische Gedichte, epubli GmbH, Berlin 2015, 216 S., 12,80 Euro, ISBN 978-3-7375-4352-1 (print), ISBN 978-3-7375-4351-4 (E-Book: 3,99 Euro)

Notizen vor Tagesanbruch  ist die aktualisierte, um neue Texte ergänzte Neuauflage eines der bekanntesten gemeinsamen Bücher von Urs M. Fiechtner und Sergio Vesely und enthält nun eine Auswahl Ihrer Gedichte und Lieder von 1975 – 2015. Freiheit, Menschenrechte, Widerstand  – das sind immer wieder ihre Themen, um die auch das vorliegende Buch kreist.

Ihre Erfahrung damit ist jedoch nicht allein literarischer Natur:  Sergio Vesely schrieb seine ersten Gedichte und Lieder als politischer Gefangener der chilenischen Militärdiktatur, Urs M. Fiechtner ist seit vielen Jahren für Menschenrechtsorganisationen tätig. Nichts an diesem Buch ist künstlich, jeder einzelne Text beruht auf persönlicher Erfahrung.

Notizen  vor Tagesanbruch wird ergänzt durch die zuletzt in der 4. Auflage im  Schmetterling-Verlag Stuttgart erschienene Auswahl von Kurzgeschichten und Erzählungen  Geschichten aus dem Niemandsland, die auf erzählerischer Ebene die Themen dieses Buches aufgreift.

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Unbekannt verstorben

Unbekannt_verstorben_1-Seite001Adrienne Träger: Unbekannt verstorben. Krimi, epubli GmbH, Berlin 2015, 135 S., 12,80 Euro, ISBN 978-3-7375-4355-2 (print), ISBN 978-3-7375-4353-8 (E-Book: 3,99 Euro)

„Die Autofahrt dauerte etwas über eine halbe Stunde. Carlshaven war so anders als Kontuba. So sauber und so schön. Sie hätte nie zu träumen gewagt, einmal in einer solch schönen Stadt leben zu dürfen. Dann hielten sie vor dem größten und schönsten Haus, das sie je gesehen hatte. Dieses Ehepaar, für das sie arbeiten sollte, musste wirklich sehr reich sein, dass sie sich eine solche Residenz leisten konnten. Michel öffnete ihr die Autotür und bat sie, ihm zu folgen…“

Adrienne Träger, geboren 1981 in Eschweiler bei Aachen ist Übersetzerin, Untertitlerin, Fremdsprachendozentin und langjähriges Amnesty-Mitglied. „Unbekannt verstorben“ ist ihr erster Roman, den sie speziell für die Edition Kettenbruch geschrieben hat.

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